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The art of conversation...

Beim Lesen des Artikels "The art of conversation" im Economist vom 23.12.2006 heute morgen (6.1.2007) fiel mir in den ersten Zeilen der Name Robert Darnton auf. Er sagt dort von Sir Isaiah Berlin, er sei in Gesellschaft mit seiner der Art der Unterhaltung wie ein K?nstler gewesen: "...soaring through every imaginable subject, spinning, flipping, hanging by his heels and without a touch of showmanship". Von Sir Isaiah Berlin, einem aus Lettland stammenden Philosophieprofessor in Oxford (+ 1997) habe ich noch nie geh?rt, wohl aber von Denis Diderot, einem Aufkl?rer des 18. Jahrhunderts. Wem ich das verdanke? Robert Darnton, der ihm mit Berlin vergleicht. Mich reizt es nun aufs Neue, Darntons Buch: Gl?nzende Gesch?fte. Die Verbreitung von Diderots ENCYCLOPEDIE oder: Wie verkauft man Wissen mit Gewinn? Berlin: Klaus Wagenbach, o.J. (circa 2004?) zu lesen. Bin gespannt, wann, und vor allem was ich da lese und erfahre. Sicher nicht zuviel ?ber Unterhaltung im Salon oder am Abend, vermute ich...

Zum Artikel im Economist finde ich f?r die Art der Unterhaltung und der Gespr?chsf?hrung folgendes nett: man unterscheidet seit Cicero: 1. Sprich klar (verst?ndlich). 2. Sprich mit einfachen Worten, aber nicht leichtfertig. 3. Sprich nicht zu lang, besonders dann nicht, wenn auch andere dabei sind, die etwas sagen m?chten. 4. Falle anderen nicht ins Wort. 5. Bleibe h?flich. 6. Gehe mit seri?sen Dingen seri?s um, mit leichteren Dingen beschwingt. 7. Kritisiere Menschen nicht, die abwesend sind, ("Rede nicht Hinter ihrem R?cken"). 8. Bleibe bei Gespr?chsinhalten bei Dingen von allgemeinem Interesse. 9. Rede nicht von dir selbst. 10. ?ber allem: Verliere nie die Beherrschung!

Diese zehn Tipps finde ich in Ordnung. Vielleicht hat der Autor im Economist recht, der noch hinzuf?gt, da? man gut Zuh?ren sollte und m?glichst nicht die Namen anderer Menschen vergessen m?ge. Ich merke mir aus der Zeit der franz?sichen Salons noch folgendes zum Thema "Gute Unterhaltung und Gespr?chskultur". Dazu geh?ren: politesse (gute Manieren), esprit (Witz), galanterie (H?flichkeit), complaisance (Entgegenkommen) enjouement (Gutgelaunt) und flatterie (Schmeichelnd). Wer sich gutgelaunt unterh?lt, der ber?cksichtige auch noch raillerie (den anderen ganz leicht reizend), plaisanterie (mit Humor herangehen), bons mots (Sinnspr?che) traits (Charakter) und pointes (pl?tzliche, witzige Einf?lle) dazu, eher in seltenen F?llen auch die persiflage (unterschwellige Beleidigungen unter dem Anschein des Lobens). Sogar das Schweigen kann im Gespr?ch bedeutsam sein: "eloquent", "mocking" oder "respectfull" wird unterschieden. Die Kunst des Schweigens scheint dann eine besondere Begabung zu sein.

Insgesamt ist der Artikel anregend f?r weitere Besuche bei Freunden und Unterhaltung mit Verwandten und Arbeitskollegen. Die eigene Gespr?chskultur kann dadurch ja offenbar nur gewinnen. Letztlich wird Charm, H?flichkeit und der Wille andere zu verstehen eine gro?e Rolle spielen.
6.1.07 17:20
 


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